Kunstwerk für Sechsbeiner: Die Käferburg
Eine Käferburg besteht aus unterschiedlichen Totholzsorten und ist Behausung und Nahrung für alle Käfer, die im Garten von Haus Ohrbeck unterwegs sind. Die Idee zu dieser Käferburg hatte Lisa Schröder, die als FSJlerin in unserem ökologischen Schwerpunkt »Umwelt, Natur und Nachhaltigkeit« bei uns mitarbeitet. Am Beispiel von Totholz lässt sich im Kleinen eindrucksvoll zeigen, wie das Ökosystem zusammenhängt und aufeinander angewiesen ist: Tothölzer bieten Behausung und Nahrung für Käfer – die Käfer zersetzen die Tothölzer und helfen dadurch mit beim »Aufräumen« des Waldes. Für den Bau der Käferburg hat Lisa verschiedene Tothölzer wie Wildkirsche, Eiche, Rotbuche, Fichte aus dem angrenzenden Boberg gesammelt, denn: Die Vielfalt der Hölzer ist wichtig, weil verschiedene Käferarten unterschiedliche Tothölzer brauchen: »Die Tothölzer sind für Käfer nicht einfach nur nützlich oder praktisch«, erklärt Lisa, »sondern es gibt zum Beispiel allein 500 Käferarten, die für ihr Überleben speziell auf Eichentotholz angewiesen sind.« Mehr erfahren
Umweltpreis: Platz 3 für Haus Ohrbeck und die Franziskaner
Haus Ohrbeck und der Franziskanerkonvent haben 2025 beim Diözesanen Umweltpreis des Bistums Osnabrück den dritten Platz belegt! Unser Projekt: »Schöpfungsspiritualität und Biodiversität zusammendenken«. Ausgangspunkt unseres Projekts war der franziskanische Sonnengesang, in dem der Heilige Franziskus kurz vor seinem Tod die Schöpfung bis ins Kleinste lobpreist. Diese ermutigende Schöpfungsspiritualität wurde beim Fest zum 800. Jahrestag des Sonnengesangs im Klostergarten der Franziskaner für rund 400 Besucherinnen und Besucher greifbar. Diese Spiritualität haben wir anschließend weiter mit Leben erfüllt und ins Leben übersetzt. Welche Rolle Bienen und Blumen dabei spielen? Lesen Sie weiter!n
Wir haben gepflanzt...
Im Frühjahr 2025 haben wir damit begonnen, einen ersten Teil unseres weitläufigen Gartens naturnah, klima- und vor allem bienenfreundlich umzugestalten: Die rund 100 kleinen Pflanzen, die wir gesetzt hatten, haben uns in diesem Sommer mit ihrem unerwartet schnellen und üppigen Wachstum begeistert. Wo bisher Geranien zwar schön anzusehen, für Bienen und andere Insekten aber ohne Nutzen waren, haben die Stauden in diesem Sommer bereits erstmals geblüht. Nächstes Jahr geht es weiter!
Und die »Interessenten« für unsere Stauden haben wir uns gleich mit in den Garten geholt: In bequemer Flugentfernung stehen im Garten vier Bienenstöcke eines regionalen Imkers, dessen Honig unsere Gäste auf dem Frühstücksbüffet finden.
Arche Ohrbeck
Der Umgang mit der Natur ist für Haus Ohrbeck ein so wichtiges Thema, dass wir unseren Garten auf den Prüfstand gestellt haben. Die üppigen Geranien: Ein Hingucker – aber sie müssen jedes Jahr neu gepflanzt werden und Bienen gehen leer aus, denn Geranienblüten bieten kaum Pollen oder Nektar. Die Lorbeerhecken: Zum Brüten leider nicht geeignet... Die weitläufigen Rasenflächen: Sie werden regelmäßig gemäht, damit sie gut begehbar sind – die wichtige Blumen- und Kräutervielfalt kann so aber nicht entstehen. Unser Fazit: Wir gestalten unseren Garten um, damit er ein Lebensraum für möglichst viele Lebewesen sein kann – »Arche Ohrbeck« eben!
Studierende des Fachbereichs Landschaftsentwicklung der Hochschule Osnabrück haben Ideen erarbeitet, wie wir unsere Grünflächen so umgestalten können, dass sie naturnaher werden und zeitgemäßen Klimakonzepten entsprechen: Wildblumenwiesen, Totholzhecken, Verzicht auf Saisonpflanzen – das ist ein auf Jahre angelegter Veränderungsprozess.
Mit dem Naheliegendsten haben wir 2025 begonnen: Unterhalb von Maria Waldrast haben wir statt Geranien Stauden gepflanzt, die nachhaltig sind, weil sie jedes Jahr wieder blühen, die Bienen und Schmetterlinge rundum glücklich machen, die wenig Wasser brauchen und so dem immer wärmer und trockener werdenden Klima buchstäblich gewachsen sind und natürlich: schön anzusehen sind!