Umweltpreis: Platz 3 für Haus Ohrbeck und die Franziskaner
Haus Ohrbeck und der Franziskanerkonvent haben 2025 beim Diözesanen Umweltpreis des Bistums Osnabrück den dritten Platz belegt! Unser Projekt: »Schöpfungsspiritualität und Biodiversität zusammendenken«. Ausgangspunkt unseres Projekts war der franziskanische Sonnengesang, in dem der Heilige Franziskus kurz vor seinem Tod die Schöpfung bis ins Kleinste lobpreist. Diese ermutigende Schöpfungsspiritualität wurde beim Fest zum 800. Jahrestag des Sonnengesangs im Klostergarten der Franziskaner für rund 400 Besucherinnen und Besucher greifbar. Diese Spiritualität haben wir anschließend weiter mit Leben erfüllt und ins Leben übersetzt. Welche Rolle Bienen und Blumen dabei spielen? Lesen Sie weiter!
Wir haben gepflanzt...
Im Frühjahr 2025 haben wir damit begonnen, einen ersten Teil unseres weitläufigen Gartens naturnah, klima- und vor allem bienenfreundlich umzugestalten: Die rund 100 kleinen Pflanzen, die wir gesetzt hatten, haben uns in diesem Sommer mit ihrem unerwartet schnellen und üppigen Wachstum begeistert. Wo bisher Geranien zwar schön anzusehen, für Bienen und andere Insekten aber ohne Nutzen waren, haben die Stauden in diesem Sommer bereits erstmals geblüht. Nächstes Jahr geht es weiter!
Und die »Interessenten« für unsere Stauden haben wir uns gleich mit in den Garten geholt: In bequemer Flugentfernung stehen im Garten vier Bienenstöcke eines regionalen Imkers, dessen Honig unsere Gäste auf dem Frühstücksbüffet finden.
Arche Ohrbeck
Der Umgang mit der Natur ist für Haus Ohrbeck ein so wichtiges Thema, dass wir unseren Garten auf den Prüfstand gestellt haben. Die üppigen Geranien: Ein Hingucker – aber sie müssen jedes Jahr neu gepflanzt werden und Bienen gehen leer aus, denn Geranienblüten bieten kaum Pollen oder Nektar. Die Lorbeerhecken: Zum Brüten leider nicht geeignet... Die weitläufigen Rasenflächen: Sie werden regelmäßig gemäht, damit sie gut begehbar sind – die wichtige Blumen- und Kräutervielfalt kann so aber nicht entstehen. Unser Fazit: Wir gestalten unseren Garten um, damit er ein Lebensraum für möglichst viele Lebewesen sein kann – »Arche Ohrbeck« eben!
Studierende des Fachbereichs Landschaftsentwicklung der Hochschule Osnabrück haben Ideen erarbeitet, wie wir unsere Grünflächen so umgestalten können, dass sie naturnaher werden und zeitgemäßen Klimakonzepten entsprechen: Wildblumenwiesen, Totholzhecken, Verzicht auf Saisonpflanzen – das ist ein auf Jahre angelegter Veränderungsprozess.
Mit dem Naheliegendsten fangen wir 2025 an: Unterhalb von Maria Waldrast pflanzen wir statt Geranien Stauden, die nachhaltig sind, weil sie jedes Jahr wieder blühen, die Bienen und Schmetterlinge rundum glücklich machen, die wenig Wasser brauchen und so dem immer wärmer und trockener werdenden Klima buchstäblich gewachsen sind und natürlich: schön anzusehen sind!