Dass ein Bulli mit den bunten Kreisen der Heilpädagogischen Hilfe in Richtung Garten fährt, ist in Haus Ohrbeck inzwischen ein gewohnter Anblick: Schon seit Anfang 2026 unterstützen uns die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von OSNA-Technik Hasbergen, einem Standort der Heilpädagogischen Hilfe, bei der Pflege der weitläufigen Grünanlagen rund ums ganze Haus. Mitte März allerdings hatte der Bulli eine ganz besondere Fracht...
Neben dem üblichen Werkzeug für die Gartenarbeit wie Harke, Schaufel und Dreizack standen auf der Ladefläche elf Vogelnistkästen: Rund, eckig, mit rundem Flugloch, mit kleiner Terrasse, mit breiter Einflugöffnung, mit Pultdach, mit Satteldach – für jeden Vogelgeschmack etwas, allesamt bezugsfertig und jedes ein handgefertigtes Einzelstück. Gebaut haben die Nistkästen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Holzwerkstatt im Berufsbildungsbereich von OSNA-Technik Hasbergen. Im Rahmen praktischer handwerklicher Projekte erlernen dort überwiegend junge Erwachsene mit psychischen Beeinträchtigungen wichtige Grundfähigkeiten wie Zusammenarbeit, Zuverlässigkeit, Einhaltung von Arbeitszeiten – und bauen eben unter anderem auch Nistkästen! Die Kästen sind übrigens Upcycling-Produkte, denn sie sind aus Materialien wie alten Paletten und Dachpappenresten hergestellt, die in den Werkstätten übrig bleiben und so wiederverwertet werden.
Mitgebracht hat die Nistkästen – und hier beginnt nun die zweite Geschichte! – Thomas Kriege, Gruppenleiter der Gärtnerei von OSNA-Technik Hasbergen. »Ein nachträgliches Geschenk zum Einstand!«, sagt er und holt die Nistkästen zusammen mit seinen Mitarbeitern aus dem Bulli. Sofort danach machen sich alle an die Arbeit, dieses Mal ist die große Apfelbaumwiese hinter Kloster und Konvent an der Reihe: Büsche und Sträucher werden beschnitten, Laub aus den Beeten geholt, die Kieswege werden geharkt – emsiges Treiben im ganzen Garten und drei Stunden später sieht alles tipptopp aus! Thomas Kriege erzählt uns, dass seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne zu uns nach Haus Ohrbeck kommen. »Das liegt zum einen am Gelände, das ist schön abwechslungsreich«, sagt er, »es liegt aber vor allem am Kontakt mit den Menschen hier, allen voran mit dem Hausmeister.« Das freut uns sehr, und auch wir mögen unsere neuen Kolleginnen und Kollegen!
Wir bedanken uns sehr für die Nistkästen – und wir können uns natürlich getäuscht haben, aber wir hatten doch den Eindruck, dass das Piepen und Singen in den Bäumen rund um Haus Ohrbeck beim Anblick der Nistkästen deutlich lauter wurde! Markus Bextermöller, als Hausmeister zuständig für Haus und Garten, beeilt sich, alle neuen Eigenheime schnellstmöglich auf die Bäume ringsum zu verteilen: Bitte einziehen!
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