Im Mittelpunkt steht der Mensch!

»Im Mittelpunkt steht der Mensch« – dieser Grundsatz ist das Fundament der Bildungsarbeit von Haus Ohrbeck und wird zugleich im täglichen Miteinander gelebt. Als franziskanisch geprägte Bildungsstätte ist Haus Ohrbeck ein spiritueller Ort, aber auch ein Wirtschaftsunternehmen, das sich mit unternehmerischem Denken und Handeln im Bildungssektor behauptet. Persönlich in der Begegnung und professionell in der Arbeit – das charakterisiert Haus Ohrbeck.

Leben und Lernen unter einem Dach

Haus Ohrbeck ist eine anerkannte Heimvolkshochschule des Landes Niedersachsen in Trägerschaft des Bistums Osnabrück und des Franziskanerordens. Nach Haus Ohrbeck kommen Menschen, die sich auf persönlich bedeutsame Weise mit Fragen zu ihrem Beruf oder ihrer Lebensgestaltung beschäftigen möchten. In den Bereichen Spiritualität und Theologie, Berufs- und Handlungskompetenz, Gesellschaft und Lebensgestaltung bietet Haus Ohrbeck jährlich etwa 650 ein- bis mehrtägige Seminare an. Rund 12.000 Menschen nehmen dieses Angebot jedes Jahr wahr und leben, wohnen und arbeiten im Haus – manche einige Tage, andere eine ganze Woche oder auch länger. Kooperationspartner sind u.a. Organisationen und Institutionen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen, kirchliche Institutionen unterschiedlicher Konfession, Polizei- und Militärseelsorge sowie die Bundeswehr. Zusätzlich nutzen Gastgruppen das Haus für Seminare in eigener pädagogischer Verantwortung.

Die Bezeichnung Heimvolkshochschule versteht Haus Ohrbeck wörtlich: Für die Dauer ihres Aufenthaltes finden Gäste hier ein Zuhause, in dem sie jenseits des Alltags zur Ruhe kommen, sich wohlfühlen und entfalten können.

Räume der Einkehr

Kreuz-Kapelle

Die 2010 eingeweihte Kreuz-Kapelle ist ein offener, von Licht durchspielter Raum, der sich bewusst auf Altar, Ambo und Tabernakelstele konzentriert. Durch seine Schlichtheit ermöglicht es der Raum, hier Ruhe und Konzentration zu finden, Gedanken zu sammeln und bei sich zu sein. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, eigene Erfahrungen mit dem Raum zu machen. Blick in die Kreuz-Kapelle

Raum der Stille

Zurückgezogen und zur Waldseite hin gelegen ist der Raum der Stille ein Rückzugsort für alle, die Stille und innere Konzentration suchen. Man erreicht ihn durch einen kleinen Zwischen-Raum, der den Raum der Stille gegen Geräusche abschirmt und zugleich als Passage fungiert, die auf den Eintritt in die Stille vorbereitet und hilft, den Übergang von außen nach innen bewusst wahrzunehmen.
 Blick in den Raum der Stille

Unternehmerisch denken und handeln

Qualitätsmanagement (EFQM)

Mit rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Referententeam, Verwaltung, Hauswirtschaft, Service/Speisesaal und Küche ist Haus Ohrbeck ein Wirtschaftsunternehmen mittlerer Größe. Erfolgreich zu wirtschaften bedeutet, die sich wandelnden Bedürfnisse von Gästen und Kooperationspartnern wahrzunehmen und in allen Arbeitsbereichen mit konstant hoher Qualität darauf zu reagieren. Qualitätsmanagement ist daher ein wichtiges Stichwort: Bereits seit 2003 ist Haus Ohrbeck auf dem Gebiet der Qualitätsentwicklung aktiv und arbeitet seit 2006 mit dem EFQM-Modell, das Organisationen hilft, ihre Arbeitsstrukturen selbstständig zu bewerten und zu verbessern. Nach der EFQM-Grundzertifizierung »Committed to Excellence« im Jahr 2009 wurde Haus Ohrbeck 2012 und 2016 erneut ausgezeichnet: Mit dem Qualitätssiegel »Recognised for excellence (3 star)« haben wir die nächste Stufe im EFQM-Qualifizierungsprogramm erreicht, die die unverändert hohe Arbeitsqualität in allen Bereichen unseres Hauses erneut bestätigt. Und: Nach wie vor ist Haus Ohrbeck die bundesweit einzige Heimvolkshochschule mit diesem Qualitätssiegel.

Qualitätsmanagement (EFQM) in Haus Ohrbeck

Haus Ohrbeck in der Zeit

Haus Ohrbeck wurde 1926 als Exerzitienhaus der Franziskaner erbaut. 1941 musste das Haus im Zuge seiner Beschlagnahme und der Vertreibung der Franziskanerbrüder geschlossen werden. Während des Zweiten Weltkriegs ab 1942 nutzte die Wehrmacht das Gebäude als Lazarett, doch auch kranke Zivilisten wurden hierher evakuiert.  

Ab 1945 war die Stadt Osnabrück alleinige Mieterin des Hauses und ließ hier Tuberkulose-Kranke behandeln. Erst im Oktober 1954 konnte das Exerzitienhaus seinen Betrieb wieder aufnehmen.  

Gut zwanzig Jahre später, Anfang der 70er Jahre, führten veränderte Lebensverhältnisse und neu entstehende Bildungsformen zu dem Entschluss, das Exerzitienhaus zur Erwachsenenbildungsstätte »Haus Ohrbeck« umzuwandeln. Nach größerem Umbau wurde Haus Ohrbeck am 24. September 1971 als anerkannte Heimvolkshochschule des Landes Niedersachsen eröffnet. Damals wie heute wird das Bildungshaus in gemeinsamer Trägerschaft des Franziskanerordens und des Bistums Osnabrück geführt.

Historische Aufnahmen von Haus Ohrbeck