Spiritualität

w22/23 Räume der Daseinserweiterung

02.12.
14:00
bis
03.12.
13:00
Kirchen als Resonanzräume

Kirchen sind Resonanzräume – im buchstäblichen wie im übertragenen Sinne: Die Kirche St. Antonius in Papenburg hat 2019 mit der Walcker-Orgel nicht nur ein Instrument bekommen, das fast wie ein Orchester klingt, sondern vor allem eine ungewöhnliche Lösung für ihren Einbau, die im Rahmen eines Architektenwettbewerbs gefunden wurde: Die Orgel ist mit Stahlseilen am Gewölbe befestigt und erklingt quasi »schwebend« in der Kirche. Stahlträger an der Gewölbedecke, in die die Stahlseile eingehängt sind, geben der Konstruktion Halt. Der Entwurf des Kölner Architekturbüros Königs greift damit so wenig wie nötig in die bauliche Substanz der Kirche ein und ermöglicht es darüber hinaus, den bestehenden Orgelboden weitgehend zu erhalten – eine Lösung, die der historischen Bausubstanz der St.-Antonius-Kirche und einer modernen Präsentation der Orgel gerecht wird.

Über die Planung und Realisierung dieses ungewöhnlichen Projekts, aber auch über den Zusammenhang zwischen musikalischer und spiritueller Resonanz referieren:

  • Michael Wehrmeyer, Vorsitzender der Kunstkommission im Bistum Osnabrück: Räume der Daseinserweiterung in »schweren« Zeiten
  • Martin Tigges, Kirchenmusikdirektor im Bistum Osnabrück: Die Orgel als Instrument der Daseinserweiterung
  • Architekturbüro Königs, Köln: Der Einbau der Konzertorgel »Walcker« in die Kirche St. Antonius in Papenburg
  • Orgelbau Seifert & Sohn, Kevelaer: Die Orgel und ihr Einbau


Am Samstag wird die Orgel, begleitet von Gesprächen mit Architekt Königs und Orgelbauer Seifert, im Rahmen einer Exkursion besichtigt.

Kooperation
In Kooperation mit dem Bischöflichen Generalvikariat Osnabrück

Kosten (enthalten Kurskosten, Verpflegung und Unterkunft)

  • 136 € Einzelzimmer mit Dusche/WC
  • 121 € Einzelzimmer mit Dusche/WC auf der Etage (Dusche und WC werden mit maximal 3 Personen geteilt.)
  • 121 € Doppelzimmer mit Dusche/WC pro Person

P. Franz Richardt ofm, Ralf Schlüter, Martin Tigges, Michael Wehrmeyer, Br. Andreas Brands ofm

w22/23 Mensch werden

16.12.
18:00
bis
18.12.
13:00
Bibliodrama

Wenn Sie einen Text aus der Bibel lesen oder im Gottesdienst hören, dann bemerken Sie: Innerlich reagieren Sie spontan auf das, was im Text passiert. Zu manchen Personen oder Situationen zieht es Sie hin – zu anderen gehen Sie eher auf Abstand. Manches spricht Ihnen aus der Seele, anderes bringt Sie auf. Der Text setzt Sie innerlich in Bewegung: Sie treten in die Handlung ein, Sie folgen ihr, Sie gehen mit.

Diese innere Bewegung können Sie im Bibliodrama nach außen bringen: Es bietet Ihnen die Möglichkeit, die Rolle, die Sie im Text besonders anspricht, buchstäblich zu verkörpern. Sie können die Wüste sein. Sie können Gott sein. Sie können der Zorn sein. Dabei geht es nicht um Theaterspiel oder Inszenierung. Es geht darum, bei der Beschäftigung mit dem biblischen Text wahrzunehmen, was er in Ihnen auslöst: Worauf richtet sich - jetzt, hier und heute – Ihre Aufmerksamkeit? Das kann eine Person sein, ein Ort, ein Gegenstand oder ein Gefühl. Es geht auch nicht darum, etwas »richtig« oder »falsch« zu machen – Sie reagieren im Spiel aus Ihrer Rolle heraus, wie es Ihnen entspricht, und Sie treten in Beziehung zu den Rollen Ihrer Mitspielerinnen und Mitspieler.

Das Bibliodrama bringt Ihr Leben mit dem biblischen Geschehen in Kontakt und in Auseinandersetzung. Der Text und seine Botschaften treten nach über zweitausend Jahren auf Sie zu und sprechen Sie an - wie antworten Sie darauf mit Ihrem eigenen Leben heute? Sie kommen in Verbindung mit sich selbst, mit dem biblischen Text und: mit Ihrem ganz persönlichen Glauben.

Unser Thema so kurz vor Weihnachten: Mensch werden! Gemeinsam suchen wir Wege, um miteinander Mensch zu werden.

Das Bibliodrama ist offen für alle, die erste Erfahrungen machen möchten oder bereits Erfahrungen mitbringen.

Kosten (enthalten Kurskosten, Verpflegung und Unterkunft)

  • 208 € Einzelzimmer mit Dusche/WC
  • 178 € Einzelzimmer mit Dusche/WC auf der Etage (Dusche und WC werden mit maximal 3 Personen geteilt.)
  • 178 € Doppelzimmer mit Dusche/WC pro Person

w22/23 Berührung mit dem Göttlichen

26.01.
18:00
bis
29.01.
13:00
Zen-Augenblicke erfahren auf der Grundlage der »Zehn Ochsenbilder«

Dieser Kurs lädt Sie ein, Verbindendes von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft wahrzunehmen und richtet sich an alle, die der Sehnsucht nach Ganzheit nachspüren möchten.

Der Weg, den wir beschreiten, ist für jede Lebensphase, jedes Lebensalter gleichermaßen erfahrbar, es bedarf keiner Vorkenntnisse oder Vorerfahrungen. Seine Ausrichtung liegt darin, den alltäglichen Weg als den wahren Weg zu erkennen. Dies geschieht durch die Entwicklung der Fähigkeit, in Achtsamkeit und Bewusstheit den jeweiligen Augenblick zu leben, eins zu werden oder zu sein in der jeweiligen Handlung; dabei beziehen wir auch Elemente aus der Psychosynthese mit ein.

Die Spuren, denen wir folgen, gehen auf ursprüngliche Quellen des Zen zurück und stehen in engem Dialog mit christlicher Mystik. Es ist eine Bewusstseinsreise in die Weite, aber zu nahen Schätzen. Dafür kommen uns insbesondere die »Zehn Ochsenbilder« des Zen zugute, denen von innen her anhaftet, sich vom »Göttlichen« berühren zu lassen.

Kurselemente sind Wort-Klang-Kompositionen, verschiedene Formen der Meditation und spirituelle Einkehrzeiten, Übungen zur Entspannung von Körper und Geist, Atemübungen sowie Selbstreflexions- und Austauschzeiten.

Kosten (enthalten Kurskosten, Verpflegung und Unterkunft)

  • 440 € Einzelzimmer mit Dusche/WC
  • 395 € Einzelzimmer mit Dusche/WC auf der Etage (Dusche und WC werden mit maximal 3 Personen geteilt.)
  • 395 € Doppelzimmer mit Dusche/WC pro Person

Robert Siepen, Aadel Maximilian Anuth