Unser Programm für den Winter 2019/2020

Warum wird ein Haus vom Keller bis unters Dach umgekrempelt? Wie kommt es, dass ein Raum plötzlich unbedingt Akustiksegel braucht? Warum ist eine neu angelegte Gartenterrasse nur achtzehn Jahre später schon wieder spurlos verschwunden? Bodentiefe Fenster ausgerechnet im Keller – muss das denn wirklich sein? Und was ist eigentlich mit den drei Schweinen und den Salatköpfen der Franziskaner passiert? Und wieso bloß hängt dort, wo fast zwanzig Jahre das Porträt von Papst Johannes Paul II. hing, jetzt eine Pinnwand mit Lieferscheinen und Notizzetteln?

Unser neues Programm für den Winter 2019/2020 bietet den Überblick über unser gesamtes Seminarangebot – und auch die Antworten auf all diese Fragen...

Programmheft Winter 2019/2020 als pdf herunterladen


Bildserie: In Veränderung


Richtig interessant werden alte Aufnahmen von Haus Ohrbeck, wenn man die Standpunkte und Blickwinkel der damaligen Fotografen heute wieder aufsucht. Die meisten ihrer Motive sind zu finden und viele ihrer Standpunkte lassen sich unverändert einnehmen, doch was man immerzu sieht, ist: Veränderung, und manchmal sogar eine andere Welt:

Wo wir heute Aula und Rundturm sehen (und wir denken: »Ja was denn auch sonst?«), erinnert nichts mehr an die großzügige Gartenterrasse, die hier vor fünfzig Jahren der gewohnte Anblick war. Genau dort, wo 1967 eine franziskanische Oberin am Schreibtisch in ihre Unterlagen schaut, sitzen heute unsere Gäste und lesen Zeitung. Den freien Blick über die Felder auf Haus Ohrbeck haben eine Reitanlage und mächtig gewordene Baumkronen unwiederbringlich verschwinden lassen. Wer im Garten umhergeht, kreuzt die Wege, auf denen sechzig Jahre zuvor ein Franziskanerbruder zu den selbst angebauten Tomaten und Erdbeeren unterwegs ist.

Und die aktuellen Aufnahmen von Haus Ohrbeck? Auch sie sind Momentaufnahmen. Auch das, was für uns heute gewohnte Ansicht und alltägliche Perspektive ist, wandelt sich. Manche Veränderungen sind gewollt und vielleicht sogar selbst in Gang gesetzt. Andere kommen von außen und verändern, ob wir es wollen oder nicht, auch die eigene Welt. Unsere Wirklichkeit ist in Veränderung – immerzu.