Neu im Referententeam: Joachim Fischer

Wirklich neu ist Joachim Fischer in Haus Ohrbeck natürlich nicht mehr: Bereits seit April 2013 ist der Diplom-Theologe und Coach als Referent im Haus und steigt zum Wintersemester 2013/2014 nun »so richtig« ins Kursgeschehen ein. Ein guter Zeitpunkt also, um ihn vorzustellen! Wie hat er Haus Ohrbeck und seine Referentenstelle eigentlich gefunden? »Ich glaube«, sagt er schmunzelnd, »wie ein Angler, der lange ruhig beobachtet, aber im entscheidenden Moment dann wirklich entschlossen reagiert.« Wem fiele bei dieser Bemerkung nicht ganz unwillkürlich sein Nachname ein: Fischer – ja, kann das Zufall sein...

»Ich möchte Menschen helfen, gezielt Schritte setzen zu können.«
Wer das Programmheft von Haus Ohrbeck anblättert, begegnet seinem Namen als erstes beim Berufsethischen Seminar für Mitarbeiter der Bundespolizei. Aha, Joachim Fischers Arbeitsgebiet ist also der Bereich Bundeswehr und Bundespolizei. Blättert man weiter, findet man seinen Namen bei Kursen für Pastoralteams, Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände. Aha, Joachim Fischer hat offensichtlich zwei – wenn auch zugegebenermaßen sehr unterschiedliche – Schwerpunkte. Dann aber steht sein Name auch beim Kommunikationsseminar für Auszubildende in der Pflege, beim Familienwochenende, den Orientierungstagen für Abiturienten, bei Seminaren mit spirituellem Fokus – wie ist denn diese thematische Bandbreite möglich?
Problemlos, wenn man Joachim Fischers Haltung und Sichtweise kennt: Das Thema eines Seminars ist wichtig – gar keine Frage! –, aber Joachim Fischer denkt vom Menschen her: Es sind die ganz konkreten und immer wieder unterschiedlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die in jedem Seminar sein Ansatzpunkt und sein Zugang sind. Wie er ein bestimmtes Thema vermittelt, richtet sich entscheidend nach den Teilnehmern, denn im Zentrum seiner Arbeit steht für ihn die Frage, wie es gelingen kann, Menschen Entwicklung zu ermöglichen. »Ich möchte Menschen helfen, gezielt Schritte setzen zu können und ihnen dafür einen sicheren Rahmen bieten«, sagt Joachim Fischer, und es ist dieses Anliegen, das seine Seminare – unabhängig vom Thema – wie ein roter Faden verbindet und im Innersten zusammenhält.  

Auf Umwegen zum Bildungsreferenten
Ins Berufsleben ist Joachim Fischer an einer gänzlich anderen Stelle eingestiegen: Ein Medizinstudium hatte er ursprünglich ins Auge gefasst, doch während eines vorbereitenden Praktikums im Krankenhaus wird ihm im Umgang mit Patienten bewusst, dass es zwar sehr wohl der Mensch ist, der ihn interessiert, aber eben ganz anders als im klassisch medizinischen Sinne: Menschen auf seelsorgerlicher Ebene zu begegnen und zu begleiten – das ist es, was ihn anspricht und bewegt. »Mein Glaube«, sagt er, »ist in dieser Zeit ganz neu ›auf die Füße‹ gestellt worden.«  

Diese Erfahrungen haben grundlegende Konsequenzen und prägen seinen weiteren Weg: Joachim Fischer studiert in den 1990er Jahren Katholische Theologie und zusätzlich Germanistik und Philosophie auf Lehramt an der Universität Münster, macht sein Referendariat in Essen und arbeitet ab 2000 im Bischöflichen Generalvikariat Münster in der Abteilung Schulpastoral. Als Referent ist er dort zuständig für die Tage Religiöser Orientierung, ein pastorales Angebot für jährlich rund 13.000 Schülerinnen und Schüler, das den Jugendlichen Möglichkeiten eröffnet, sich mit der eigenen Lebensorientierung und den daran anschließenden Fragen auseinanderzusetzen. Rund dreizehn Jahre lang gehört neben der Leitung des eigenen Mitarbeiterteams zu Joachim Fischers Hauptaufgaben, die beteiligten Bildungseinrichtungen im gesamten Bistum Münster zu vernetzen und zu koordinieren: »Mein Anliegen war es, den Beteiligten klarzumachen, dass man gemeinsam mehr bewegt als allein.«

Ebenso wichtig wie die Netzwerkarbeit ist ihm die Gestaltung eigener Seminare zur Religiösen Orientierung und, damit verbunden, der unmittelbare Kontakt mit Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften. Im Rahmen dieser Tätigkeit als Referent ist Haus Ohrbeck im Laufe der vergangenen Jahre immer stärker in seinen Fokus gekommen: »Mich hat natürlich interessiert, was andere Bildungshäuser anbieten. Deswegen habe ich immer mal wieder ›über den Zaun‹ nach Ohrbeck geguckt und gemerkt, dass mir die Haltung des Hauses und die inhaltliche Ausrichtung des Kursangebots wirklich gefallen.«  

Wer hat denn nun wen geangelt?
Und bevor wir es vergessen: Die Frage, wer wen geangelt hat, muss wohl unentschieden bleiben, denn irgendwie sind wir eher der Meinung, wir hätten ihn geangelt… Letztendlich ist es aber ganz gleich, wer Angler und wer Fisch ist: Wir freuen uns, dass Joachim Fischer zu unserem Referententeam gehört und unser Programm mit frischen Ideen und eigenen Akzenten mitgestaltet!

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