Feen, Wichtel und Einhörner

Ein Einhorn an der Rezeption – den Töchtern und ihren Müttern war sofort klar: »Hier sind wir richtig!« Aber das war ja erst der Anfang: Nichts weniger als Feen, Wichtel und Einhörner waren für das letzte Wochenende im Mai versprochen...

»Nee« sagt die Fee
Den Einstieg ins Wochenende fanden die Mütter und Töchter über die Geschichte einer kleinen Fee: Ihre Lieblingsantwort auf alles, was ihre Mutter sagt und möchte, ist »Nee«. Sie möchte ihre Flügel nicht putzen, ihren Feenstab nicht waschen und stellt mit ihren Feenkräften einigen Unsinn an, indem sie ihre Freunde, die Kaninchen und die Rehe, in Frösche verwandelt oder auf Bäume zaubert. Und so ist niemand mehr da, als sie traurig ist – bis auf ihre Mutter, die sie tröstet und die versucht, ihre Tochter zu motivieren, sich anders zu verhalten. Und was antwortet wieder die kleine Fee? Genau: »Nee…« – und die Mutter kann es einfach so stehen lassen.

Wie sie selbst Gemeinsamkeiten gestalten und Unterschiede aushandeln, hat Mütter und Töchter an diesem Wochenende mal spielerisch, mal mit Ernst beschäftigt: Zusammen haben sie zum Beispiel einen Feenstab gebastelt – mit Stern, das versteht sich wohl von selbst! –, ihre Wünsche und Erlebnisse des Wochenendes auf bunte Bänder geschrieben und nach und nach an den Stab geheftet. »Ist der Feenstab auch dabei?« war am Sonntag eine wichtige Frage, denn ohne den Feenstab abzureisen, der die ganze (Zauber-)Kraft ihres gemeinsamen Wochenende enthält – undenkbar!

Und während die Töchter zu einer Schatzsuche im Boberg unterwegs waren, stand für die Mütter die Frage im Mittelpunkt: Wie gehe eigentlich ich mit dem Widerstand, mit dem alltäglichen »Nee« meiner kleinen Fee um? Wie viele verschiedene Möglichkeiten und Wege es gibt, wurde beim gemeinsamen Austausch klar.

Ein kleines Einhorn wohnt im Boberg
Ein kleines Einhorn wohnt im Boberg – das hatten die Mädchen zumindest in einem Lied gehört. Ob das wirklich stimmt, mussten sie natürlich mit eigenen Augen sehen und sind auf die Suche gegangen: Glitzernde Steine, die Tränen des Einhorns, haben ihnen den Weg durch den Wald gezeigt, auf dem sie immer wieder gemeinsam Aufgaben lösen mussten, um weiterzukommen. Und schließlich, tief im Boberg: Das Einhorn, das eine Schatztruhe mit glitzernden, funkelnden Süßigkeiten bewacht. Der Hunger der Mädchen beim anschließenden gemeinsamen Essen hielt sich übrigens auffallend in Grenzen…

Wie kommt der Wichtel bloß ins Haus?
Was genau macht eigentlich ein Wichtel? Klar: Er wacht über die Träume der Schlafenden und verteilt nachts schützenden Wichtelstaub. Aber wie kommt er bloß ins Haus? Ein Wichtel kann wirklich viel, aber durch Wände gehen kann er nicht. Er braucht also eine eigene Tür, und die haben Mütter und Töchter in liebevoller Kleinarbeit gebastelt. Als am nächsten Morgen einige Mädchen feststellen, dass über Nacht hier und da eine Leiter verrückt und ein Stein verschoben ist, wissen alle: Es hat funktioniert! Und was in Ohrbeck klappt, das klappt auch zuhause!

Ein Haus im Einhornfieber
Und auch das war noch längst nicht alles: Eine als Kuchen getarnte Schatzkarte hat die Mädchen zu Einhorn-Cupcakes geführt, die nicht nur mit einem Einhornfähnchen geschmückt waren, sondern zusätzlich mit winzigen Zuckereinhörnern verziert waren. Zum Gottesdienst unter dem Motto »Tu was Unerwartetes« durften alle im Feen- und Wichtelkostüm gehen, und spätestens beim abendlichen Feenball mit grün wabernder Zauberbowle, Glitzerstaub und Funkeln war klar: Das ganze Haus ist fest in der Hand kleiner und großer Feen, Wichtel und Einhörner.