Es klopft, pocht und schabt – Seminarraum II wird renoviert

Ja, wir haben wieder eine Baustelle! Nachdem Arche und Forum in den vergangenen zwei Jahren umgebaut und umfassend erneuert wurden, ist es jetzt der Seminarraum II, der nicht nur grundlegend renoviert wird, sondern durch eine Umgestaltung ein völlig neues Gesicht erhält.

Direkt nach den Osterfeiertagen haben Mitarbeiter des Hörsteler Steinmetzbetriebs Paetzke mit ihrer Arbeit begonnen und als erstes rund 100 handbearbeitete Sandsteinplatten in verschiedenen Größen und Formaten hinauf in die zweite Etage geschafft. Seitdem klopft, pocht und schabt es unentwegt – bis auf die Pausen, die die beiden Handwerker während der Messen in der Pfarrkirche St. Antonius einlegen, denn…

Wohl an keiner anderen Stelle des Hauses berühren sich Kirche und Haus räumlich so unmittelbar wie hier: Der Seminarraum II liegt im Gebäudetrakt, der an die Kirche St. Antonius anschließt, so dass Kirche und Seminarraum sich quasi eine Wand »teilen«: Wo sich auf der einen Seite der Mauer das Taufbecken befindet, stehen auf der anderen Seite Flipchart und Beamer im Seminarraum. Daraus entstand die Idee, diese Nähe auch in der Innengestaltung des Raumes sichtbar zu machen. Wie? Ganz einfach: Die gemeinsame Wand erhält eine Fassade aus Ibbenbürener Sandstein, aus dem auch die Kirche selbst gemauert ist und dem sie ihr charakteristisches Äußeres verdankt. In die Sandsteinplatten wurden zuvor im Hörsteler Betrieb von Hand Rillen und Riefen eingearbeitet. Wie genau sie die verschieden großen, schmalen, breiten Sandsteinplatten mosaikartig neben- und übereinander fugen, ist ganz dem Gespür und der Erfahrung der beiden Handwerker überlassen. Klar ist nur: Am Ende muss das Puzzle aufgehen!

Natürlich ist das erst der Anfang der Umgestaltung… Nach Abschluss der Wandarbeiten wird der Fußboden abgeschliffen, aufgearbeitet, versiegelt und erhält statt des bisherigen Teppichs einen fein gemusterten Holzboden. Danach stehen Malerarbeiten an, die Beleuchtung wird erneuert, und auch über die Decke gilt es, sich noch Gedanken zu machen… alles in allem wird mit etwa vier Wochen Bauzeit gerechnet, so dass der Seminarraum II ab Mai 2013 den Teilnehmerinnen und Teilnehmern unseres Hauses wieder zur Verfügung stehen wird.

Viel mehr als nur »vier Wände«
Raum zum Lernen – das ist es, was wir Ihnen in Haus Ohrbeck bieten möchten. Und damit das gelingt, muss ein Raum eben viel mehr als nur funktional sein: Er muss die Menschen, die in ihm arbeiten und sich aufhalten wollen, wie ein leichter Mantel umgeben; präsent sein, ohne sich aufzudrängen oder abzulenken und – wortwörtlich – Raum geben für all die unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse der Menschen, die zu uns kommen. Als Gast in Haus Ohrbeck verbringen Sie schließlich nicht nur eine Handvoll Stunden bei uns, sondern meistens leben Sie mehrere Tage bis zu einer oder sogar zwei Wochen bei uns. Entspannt lernen und arbeiten kann aber nur, wer sich in seinem Lebensraum (und sei es auch ein zeitweiliger Lebensraum!) wohl fühlt – das leuchtet unmittelbar ein. Die Atmosphäre eines Seminarraums trägt dazu entscheidend bei.
Das ist auch der Grund, warum wir Sie am Ende eines Seminars auf einem Bewertungsbogen um eine Einschätzung Ihres Seminarraums. Neben unseren eigenen jährlichen Hausbegehungen sind es nämlich vor allem Ihre Rückmeldungen, die mitbestimmen, welcher Seminarraum wann und in welchem Umfang renoviert wird, denn wir sind der festen Überzeugung, dass die Bedeutung einer angenehmen Umgebung für das Lernen und Arbeiten nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.