Erste Hilfe für die Seele: Zwanzig ehrenamtliche Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger beenden ihre Ausbildung

Am 4. März 2017 hat Generalvikar Theo Paul zwanzig Notfallseelsorgerinnen und -seelsorgern ihre Zertifikate persönlich überreicht – ein deutliches Zeichen dafür, wie hoch das Bistum Osnabrück die Arbeit der Mitarbeitenden in der Notfallseelsorge schätzt.

In sieben über ein Jahr verteilten Kurseinheiten haben sich die Absolventinnen und Absolventen auf ihren anspruchsvollen Dienst vorbereitet. Ökumenisch ausgerichtet haben die Kursleiter P. Franz Richardt ofm, Joachim Fischer, Ludger Pietruschka und Michael Randelhoff den Teilnehmerinnen und Teilnehmern konkretes Handwerkszeug vermittelt, so dass die neuen Notfallseelsorger nun im Vertrauen auf ein solides Fundament ihrem Dienst sicher ausüben können. Im März 2018 treffen sich alle zwanzig Kursteilnehmer wieder in Haus Ohrbeck, um ihre Erfahrungen auszutauschen und zu reflektieren, die sie im Laufe ihres dann einjährigen Einsatzes gesammelt haben. Bis dahin wünschen wir ihnen: Viel Mut und Stärke!  

In aller Kürze: Was tut ein Notfallseelsorger?
Die neuen Notfallseelsorger werden Menschen in extremen seelischen Belastungssituationen begleiten. Das kann zum Beispiel nach einem Unfall oder nach dem Tod von Angehörigen der Fall sein. Sie werden aber auch Menschen begleiten, die beim Notfallgeschehen mehr »am Rande« stehen, oftmals aber nicht weniger betroffen sind und für die z.B. nach einem Unfall keine Betreuung vorgesehen ist: unverletzte Mitfahrer, Zeugen oder auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Rettungs- und Hilfsdiensten, Feuerwehr und Polizei.  

Wie werden die Notfallseelsorger ausgebildet?
Notfallseelsorger wissen nie genau, was sie bei einem Einsatz erwartet. Die Situation, die Umstände, die Menschen – alles ist von Mal zu Mal anders. Ein Ziel ist es daher, Notfallseelsorger so auszubilden, dass sie bei ihrer Arbeit vor Ort auf unterschiedliche Methoden zugreifen können,  um auf die Vielzahl möglicher Situationen angemessen reagieren zu können – denn nur dann können sie so helfen, dass die Hilfe auch wirkt. Ein zweites Ziel ist es, Notfallseelsorgern durch eine umfassende und möglichst konkrete Ausbildung Sicherheit über ihr eigenes Tun und über ihre Rolle zu vermitteln. Dazu wird das Thema unter verschiedensten Fragestellungen von allen Seiten bearbeitet: Was ist die persönliche Motivation, in der Notfallseelsorge tätig sein zu wollen? Was erleben Menschen in Notfällen? Für wen ist wann welche Hilfe »richtig«? Welche Rolle spielt jeder selbst als Notfallseelsorger im Notfallgeschehen? Wie sieht die rechtliche Lage aus? Im Laufe der Ausbildung reflektieren die Teilnehmenden immer wieder die Möglichkeiten und auch die Grenzen ihres Einsatzes. Sie lernen Methoden der Hilfe und Begleitung kennen, die sie in Rollenspielen miteinander einüben.  

Wer sind die Kursleiter?

  • Joachim Fischer
    Theologe, Supervisor (DGSv), Systemischer Coach (DGfC), Haus Ohrbeck
  • P. Franz Richardt ofm
    Franziskaner, Dozent für Spiritualität, Coach (DGfC), Geistlicher Begleiter, Haus Ohrbeck
  • Ludger Pietruschka
    Diözesanbeauftragter für Notfallseelsorge im Bistum Osnabrück
  • Michael Randelhoff
    Pastoralreferent, Notfallseelsorger


Unsere nächsten Angebote im Bereich der Notfallseelsorge

  • Ausbildung zur Notfallseelsorge für hauptamtliche pastorale Mitarbeitende
    Für hauptamtliche pastorale Mitarbeitende bieten wir die fünftägige Ausbildung »Grundmodul Notfallseelsorge« mit folgenden Terminen:

    • 2017: Montag, 28. August, 14 Uhr – Freitag, 1. September, 13 Uhr
    • 2018: Montag, 10. September, 14 Uhr – Freitag, 14. September, 13 Uhr

    Ausführliche Informationen Grundmodul Notfallseelsorge   


Anmeldungen oder Rückfragen

richten Sie bitte an unsere Rezeption: Telefon 05401 / 336-0 oder E-Mail empfang@remove-this.haus-ohrbeck.de