Entspannt: Bischof Bode beendet gemeinsam mit 130 Gästen das Jahr des Aufatmens

...beendet?! Da würden wohl nicht nur die 130 Gäste und der Bischof selbst widersprechen: Das Jahr des Aufatmens mit seiner Ermutigung zum Innehalten hat ein so grundlegendes wie vernachlässigtes Bedürfnis berührt, dass feststeht: Es geht weiter. Die Erfahrungen dieses Jahres werden im Bistum in Projekten, Initiativen, Ideen und vielleicht sogar in einer veränderten Grundhaltung nachwirken.

Anfang September haben sich Bischof Franz-Josef Bode, Weihbischof Johannes Wübbe, Generalvikar Theo Paul und 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem ganzen Bistum ein Wochenende lang Zeit genommen, um sich über das vergangene Jahr und die große Resonanz auf das Thema »... damit sie zu Atem kommen« auszutauschen. Auch der Abschluss selbst war als Einladung gestaltet, mal wieder zu Atem zu kommen: In entspannter Atmosphäre war in Haus Ohrbeck Zeit und Raum für Gespräch, Austausch und Begegnung.

Zu Atem kommen, sich auf das besinnen, was wirklich wichtig ist – spielerisch wurden die Gäste gleich bei ihrem Eintreffen darauf eingestimmt: Um den anderen willkommen zu heißen, braucht es keine großen Worte – kleine Gesten reichen, das machte ein Pantomime eindrucksvoll deutlich. Als roter Faden war das Thema das ganze Wochenende hindurch präsent: in Impulsen, pantomimischer Darstellung, Bibliolog und im Gottesdienst am Sonntag.

Im Mittelpunkt der zwei Tage stand der gemeinsame Austausch: Motive aus dem Jahreskalender beispielsweise waren als Einladung gestaltet, sich fließend in Kleingruppen zusammenzufinden, Gedanken auszutauschen und so nochmals Revue passieren zu lassen, was für jede und jeden im vergangenen Jahr wichtig war. Für Gespräch und Begegnung wurde auch abseits des Programms in den Pausen bei Kaffee und Keksen oder bei den gemeinsamen Mahlzeiten buchstäblich jede Gelegenheit genutzt. Einige Kolleginnen und Kollegen, die in einem Haus oder sogar auf einem Flur arbeiten, haben festgestellt, dass man sich manchmal erst an einem anderen Ort begegnen muss, um Zeit und Ruhe für ein Gespräch miteinander zu finden. Und was braucht es eigentlich für einen gelungenen Abend, wenn Menschen zusammen sind, die sich etwas zu sagen haben? Ein großes Buffet? Nein: Leckere Brezeln, Käse und Schinken, frisch gezapftes franziskanisches Schwarzbier oder ein gut gekühlter Weißwein war alles, was es brauchte, denn »satt« geworden sind der Bischof und seine Gäste beim gemeinsamen Abend auch auf andere Weise.