Einladung zum Candle Light Dinner: »Das einzige, was ihr mitbringen solltet, ist gute Laune!«

Das Candle Light Dinner einer Gastgruppe brachte unsere vier Auszubildenden zur Hauswirtschafterin auf die Idee, ihre Eltern mit einem eigenen Candle Light Dinner zu überraschen. Diesen Wunsch haben die Ausbilderinnen gerne aufgegriffen und daraus im Handumdrehen ein praktisches Ausbildungsprojekt gemacht:

Wie plant und organisiert man denn eigentlich ein Candle Light Dinner? Mit der Unterstützung ihrer Ausbilderinnen haben Louisa Kreienbrink, Victoria Rotert, Svenja Schippmann und Franziska Schulte to Brinke ihre Idee Schritt für Schritt in die Tat umgesetzt. Und womit fängt man bloß an? Genau: Mit der Einladung! »Das einzige, was ihr mitbringen solltet«, hieß es dort, »ist gute Laune!«, und so konnte man am Abend des 13. April vier gut gelaunte Elternpaare und eine nicht minder gut gelaunte Maria Feimann, Leiterin von Haus Ohrbeck, sehen, die allesamt gespannt waren auf das, was sie an diesem Abend erwarten würde.

Von A wie Auswahl des Papiers bis Z wie Zurechtrücken der Kerzen
Über mehrere Wochen hatten die vier Auszubildenden das Candle Light Dinner gemeinsam mit ihren Ausbilderinnen Chantal Hohenstein (Hauswirtschaftsleiterin), Daniela Hinzke (Oecotrophologin) und Margret Markham (Küchenleiterin) buchstäblich von A bis Z geplant – und hier haben die Vier nichts dem Zufall überlassen: Welches Papier und welche Schriftart nimmt man für die Einladung und die Menükarte? Wie kann eine Menüfolge aussehen? Welchen Wein serviert man – und wann? Die Frage der Gestaltung und Dekoration der Tische musste beratschlagt werden: Servietten, Rosenschmuck und Tischläufer wurden farblich aufeinander abgestimmt, und wie Wein- und Wassergläser, Besteck für fünf Gänge, Menükarten und Kerzen plaziert werden sollten, wurde genau festgelegt.  

Beim Dinner: Glücklich, wer tagsüber wenig gegessen hatte...
Und so erwartete die Eltern im Refektorium von Haus Ohrbeck ein formvollendet eingedeckter und dekorierter Tisch mit kunstfertig gefalteten Servietten, roten Rosen, polierten Gläsern, blitzendem Besteck und Kerzenschein. Bei dem Menü, das die Auszubildenden ihren Eltern servierten, konnte sich glücklich schätzen, wer tagsüber nur wenig gegessen hatte: Auf Begrüßungscocktail und Vorspeisenvariationen mit Zucchini-Minze-Quiche, Grünkerntürmchen und lauwarmem Ziegenkäsetaler im Schinkenmantel folgten als Zwischengang eine Tomatisierte Kraftbrühe mit Quarkklößchen, als Hauptgang Lammkeule provençale mit Bohnenbouquet und Kartoffelgratin und als Dessert ein Maracujafrappé mit Kiwi – wer hätte davon auch nur einen einzigen Gang auslassen mögen!
 
Hinter den Kulissen: Hand in Hand arbeiten!

Während die Eltern sich die Leckerbissen auf der Zunge zergehen ließen, haben die Vier im Hintergrund dafür gesorgt, dass alles reibungslos verläuft: Gemeinsam mit ihren Ausbilderinnen haben sie die Vorspeisen ausdekoriert und verirrte Dressingtröpfchen vom Tellerrand entfernt, auf vorgewärmten Tellern Lammkeule, Bohnen und Gratin angerichtet, die Dessertschalen mit Kiwis garniert, Wein entkorkt, ofenfrisches Baguette gereicht – und dabei immer im Blick behalten, wie weit der bereits servierte Gang fortgeschritten war, um abschätzen zu können, wann der nächste Gang vorbereitet werden musste. Beim Dessert schließlich saßen die Eltern, die Auszubildenden, ihre Ausbilderinnen und die Hausleiterin zusammen am Tisch und waren sich einig, dass dieses Candle Light Dinner für alle Beteiligten ein Gewinn war:

Die Eltern wurden mit einem vorzüglichen Menü überrascht, konnten den Arbeitsplatz ihrer Töchter kennenlernen und sie in Aktion erleben. Wir selbst konnten erneut feststellen, dass wir großes Glück haben, vier so engagierte junge Frauen auszubilden, die mit Feuer und Flamme bei der Sache sind und ihren Beruf mit Freude erlernen. Und die Auszubildenden haben durch ihr Projekt noch mehr Zutrauen zu ihren eigenen Fähigkeiten bekommen, Mut zu selbständigen Entscheidungen entwickelt und erfahren, dass sie – mit dem richtigen Maß an Unterstützung – an neuen Aufgaben wachsen können. Und tatsächlich: Irgendwie haben wir den Eindruck, dass alle vier seitdem ein Stückchen größer sind als vorher…