Drei Sterne für Haus Ohrbeck: EFQM-Siegel bestätigt erneut die ausgezeichnete Qualität des Hauses

»Recognised for excellence 3 star« – Haus Ohrbeck erhält erneut das Siegel der Europäischen Gesellschaft für Qualitätsmanagement (EFQM) und ist damit nach wie vor die einzige Heimvolkshochschule bundesweit, die mit dem EFQM-Siegel ausgezeichnet ist.

Wichtigster Bestandteil des Prüfungsprozesses ist der Vor-Ort-Besuch eines Prüferteams. Einen ersten Eindruck von Haus Ohrbeck hatten sich die fünf aus dem gesamten Bundesgebiet stammenden EFQM-Prüfer bereits durch einen umfassenden Bericht des Qualitätsmanagementbeauftragten Carsten Vossel machen können. Nun sind Buchstaben auf Papier das eine – ob und wie diese Buchstaben mit Leben erfüllt und in die Tat umgesetzt werden, das andere. Um sich genau davon ein konkretes Bild zu machen, haben die Prüfer während eines viertägigen Vor-Ort-Besuchs vom 12. bis 15. April Haus Ohrbeck intensiv kennengelernt.   

»Ohrbeck-Atmosphäre« schnuppern
Während ihres Besuchs haben Markus Krieger, Stephan Becker, Elmar Müller, Dr. Rüdiger Krüger und Markus Nitsch bei uns im Haus gelebt und gearbeitet. Wie auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer Seminare haben sie in unseren Gästezimmern übernachtet, ihre Mahlzeiten im Speisesaal eingenommen und sich im ganzen Haus aufgehalten. Auf diese Weise haben sie in kürzester Zeit ein gutes Gespür für die Atmosphäre im Haus bekommen und erlebt, was Haus Ohrbeck besonders macht: Zum Beispiel die in unseren Gästezimmern bewusst umgesetzte franziskanische Einfachheit – zuerst wirkt sie vielleicht ungewohnt, ermöglicht dann aber die Erfahrung: Mehr »braucht« es ja tatsächlich nicht! Die gemeinsam stattfindenden Mahlzeiten, bei denen die Seminarteilnehmer miteinander ins Gespräch kommen. Das Stehcafé und die Abendräume, in denen es immer summt und brummt, weil Gäste die Räume, die Haus Ohrbeck für Begegnung und Austausch anbietet, liebend gerne nutzen.     

Ans Eingemachte
Aber es liegt in der Natur der Sache, dass sich die Prüfer eines Qualitätsmanagementprozesses nicht in erster Linie für Atmosphäre interessieren... Ihre Aufgabe war es, festzustellen, ob es Haus Ohrbeck gelungen ist, die zuletzt vor vier Jahren mit dem EFQM-Siegel ausgezeichnete Qualität auch weiterhin in allen Arbeitsbereichen des Hauses sicherzustellen und möglichst weiter zu entwickeln. Über drei Tage haben die Prüfer in mehr als einem Dutzend eineinhalbstündiger Interviews die Leitung, das Referententeam und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses in gemischten Gruppen zu Schlüsselthemen des Qualitätsmanagements befragt – und selbstverständlich auch beharrlich und kritisch hinterfragt. Da geht es ans Eingemachte: Stichwort »Vision und Strategie«: Welche Ziele hat sich das Haus gesteckt und welche Mittel und Maßnahmen setzt es ein, um sie zu erreichen – und zwar möglichst so, dass auch tatsächlich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an diesem Ziel ankommen. Gibt es Dokumentationen, die die Arbeitsabläufe des Hauses transparent und nachvollziehbar abbilden? Finanzen, Statistiken, Jahresberichte kommen auf den Tisch. Wie wird die Zufriedenheit sowohl von Gästen als auch von Mitarbeitern gemessen – und wie wird auf die Ergebnisse reagiert, insbesondere dann, wenn sie nicht erfreulich sind? Wie arbeiten die Abteilungen an den Schnittstellen zusammen? Werden begonnene Veränderungsprozesse systematisch und konsequent zu Ende gebracht?  

Ein erster kurzer Feedbackbericht, in dem die Prüfer Stärken und Entwicklungsmöglichkeiten des Hauses herausgearbeitet haben, enthält viel Gesprächsstoff für uns Ohrbecker: Über die Stärken freuen wir uns, keine Frage!, aber spannender ist natürlich: Wo und wie bringen uns die Kritik und die Anregungen der Prüfer weiter? Was können wir weiter verbessern, wo können wir noch besser zusammenarbeiten, wo müssen wir umdenken und wo müssen wir vielleicht sogar ganz neue Wege gehen?   

Weitere Informationen, wie Haus Ohrbeck das EFQM-Modell zur Weiterentwicklung des Hauses nutzt.