Der größte Schatz: Gemeinsame Zeit – Wochenende für Mütter und Töchter

Was passiert, wenn 23 Mütter und 27 Töchter mal wirklich Zeit für einander haben? Viel Lachen und viel Reden – jawohl! Basteln und nähen – auch das! Eine Bier…deckel…schlacht?!, – zugegeben: darauf wäre man so schnell wohl nicht gekommen…

Äußere Schätze und inneres Vermögen
Gemeinsame Erlebnisse und auch Zeit ohne einander haben dem Wochenende für Mütter und ihre Töchter von 3 bis 11 Jahren seinen Rhythmus gegeben: Gemeinsam entspannen konnten Mütter und Töchter zum Beispiel bei einem Musikworkshop mit Harfe und Sansula. Dann wieder sind die Töchter alleine auf eine Schatzsuche gegangen, während sich die Mütter mit Schätzen anderer Art befasst haben: Was sind meine Ressourcen, woraus schöpfe ich Kraft? Was ist mein »inneres Vermögen«? Eine der größten Ressourcen, da waren sich nach lebendigem und intensivem Austausch alle Mütter einig, ist: Humor bewahren, gerade wenn etwas nicht klappt wie geplant. Und: mehr Milde und Nachsicht mit sich selbst.  

Geheimnisträger und Schatzkisten
Genäht und gebastelt wurde wieder zusammen: Aus bunten Stoffresten haben Mütter und Töchter Geheimnisträger genäht, kleine Stoffwesen, denen man wichtige Dinge zur sicheren Verwahrung in ihrem Stoffbauch anvertrauen kann. Gefragt, was es denn so ist, was diese Geheimnisträger aufbewahren, ist die Antwort: »………………« – hm ja, klar: ist schließlich ein Geheimnis und geht nur die Mütter und Töchter etwas an…
Über die Schatzkisten, natürlich ebenfalls selbst gebastelt!, ist da schon mehr zu erfahren: Sie verwahren Erinnerungsstücke an die kostbaren und wertvollen Augenblicke, die Mütter und Töchter an diesem Wochenende gemeinsam erlebt haben: Gemaltes, Gebasteltes, Worte, Perlen, Bänder, Steinchen – egal was, Hauptsache, es passt irgendwie in die Kiste und der Deckel lässt sich noch schließen.

Und das Wertvollste?
Und das Wertvollste an diesem Wochenende? Etwas, das in keine Schatzkiste passt: die gemeinsame Zeit. Ein ganzes Wochenende lang hatten die Mütter den Kopf wirklich frei und konnten entspannt Zeit mit ihren Töchtern verbringen, sich mit den anderen Frauen austauschen und hatten Raum für sich selbst. Um alles andere haben sich währenddessen mal andere gekümmert: Die Tische waren gedeckt, das Essen war gekocht, der Abwasch wurde erledigt, die Betten waren gemacht. So kam Vieles, was im Alltag zu Stress, Hektik und genervten Worten beiträgt, an diesem Wochenende gar nicht vor. Die Töchter haben ihre Mütter mal viel entspannter und gelassener erlebt, und die Mütter konnten viel mehr von ihren Töchtern mitbekommen als im normalen Alltag zwischen Beruf, Kita, Schule und den zig alltäglichen Verpflichtungen möglich ist. Klar gab es auch die eine oder andere Auseinandersetzung, aber drei Tage lang ging es mal nur um eines: Mutter und Tochter zu sein und (wieder) zu erleben, was für ein großer Schatz das ist.