Ausstellung BUNTerLEBEN: Arbeiten von Rosalie Hasenpatt

Fünfzehn Meter kreative und frische Abwechslung – das bietet unser Ausstellungsflur gerade auf Schritt und Tritt: Abstrakte Aquarelle, kleine Modeskizzen, kolorierte Line Arts (Strichskizzen), Handlettering, Acrylbilder…

Wenige Blicke genügen und man versteht sofort eines ganz deutlich: Hier hat jemand große Freude am Entdecken und am Umgang mit unterschiedlichsten Farben, Stilen, Materialien und Techniken. Hier ist jemand noch gar nicht festgelegt, sondern erfrischend offen und grundsätzlich interessiert an – einfach allem! Dieser Jemand ist Rosalie Hasenpatt, 14 Jahre:

Unbefangen und kreativ nimmt sie sich die Freiheit, auszuprobieren und zu entdecken: Wie geht man mit Aquarellfarben um, wie setzt man sie am besten ein? Und wie verhalten die Aquarellfarben sich eigentlich auf dem Papier im Unterschied zu… nehmen wir doch mal Acrylfarben? Nur ein paar Schritte weiter legt Rosalie Pinsel und Farben aus der Hand – und findet heraus, wie Handlettering geht: Wie kombiniert man unterschiedliche Schriftstile und farbliche Akzente so, dass ein interessantes und spannendes Gesamtbild entsteht? Gerade die Inhalte der kurzen Texte sind beim Handlettering wichtig: Mit welchem Schriftstil kann man die Worte oder Formulierungen hervorheben, die einem selbst besonders wichtig sind? Und wie geht es mal ganz ohne Pinsel und Stift? Beim Acrylic Pouring gibt Rosalie die Farbe auf die Leinwand und erzeugt allein durch die Bewegung der Leinwand ein Ergebnis.

Kreativ und spielerisch sammelt Rosalie so Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Materialien und Techniken – und geht bei manchen Arbeiten noch einen Schritt weiter: Inspirationen aus Workshops oder dem Internet ergänzt und erweitert sie um eigene Bestandteile, sie verändert und entwickelt das Gesehene und macht so etwas ganz Eigenes daraus. Bei Line Arts von Frauenköpfen beispielsweise findet sie heraus, wie sie Formen und Farben spannungsvoll zueinander in Beziehung setzen kann, indem sie sie um farblich ähnliche, aber immer wieder anders positionierte Farbflächen ergänzt. In anderen Arbeiten probiert sie an weiblichen Körperformen die Wirkung von Details aus: Machen bewusst und gut gewählte Ausschnitte ein Motiv nicht eigentlich viel interessanter als eine Gesamtansicht? Und von langfristigen Wünschen und Plänen erzählen kleine Modeskizzen: Rosalie, die nebenbei unter ihrem Label Rose Souriez Kleidungsstücke selbst entwirft und näht, möchte nach dem Abitur Modedesign studieren.

Haus Ohrbeck zeigt die Arbeiten von Rosalie Hasenpatt bis zum 31. Dezember 2020 zu den Öffnungszeiten des Hauses.